Der Himmel über Slowenien

… zeigt sich mir gegenüber viel abwechslungsreicher als der in Kroatien. Immer dieses eintönige Hellblau … schrecklich. Doch an einem komplett verregneten Nachmittag in Ljubljana ist es nicht mehr ganz so tragisch, wenn man gesundheitlich minimal angeschlagen ist und den Großteil des Tages mit Relaxen im Zimmer verbringt. Nicht wenige legen ja geradezu Wert darauf, während ihres gesamten Urlaubs rein gar nichts zu tun. Dieser Gedanke baut mich auf. Wohl dem, der sein Sightseeing-Programm schon am Vortag absolviert hat. Da war es nämlich noch schön draußen und man konnte trockenen Fußes durch Sloweniens Hauptstadt flanieren. Alles eine Nummer kleiner als in anderen Hauptstädten aber überaus charmant. Zwei Tage reichen jedoch völlig, um die wichtigsten Dinge zu sehen.

Selten ging es auf so schnellem Wege zum nächsten Ziel wie danach. Von Ljubljana nach Bled sind es keine 45 Minuten. Dann durfte ich sogar gleich einchecken. Um halb elf. Echt lieb. Sowas weiß ich zu schätzen. Und auch hier gab das Wetter den Rhythmus vor. Nachmittags würde sich ein Gewitter zusammenbrauen, orakelte meine App und ich nehme es vorweg: sie sollte Recht behalten. Zum Zeitpunkt als der erste Regenschauer kam, saß ich bereits im Trockenen und bastelte an diesem Blogeintrag, denn ich hatte mich schnurstracks auf den Weg um den See und auf zu zwei Aussichtspunkten gemacht. Unheimlich schön: Der See, die kleine Insel mitsamt Kirche in der Mitte und die Berge sowie die Burg von Bled im Hintergrund. Es ist ein Gedicht. 

Bled ist wieder einer dieser Orte, an dem man wahlweise sein ganzes Geld verprassen oder so gut wie gar nichts ausgeben kann, einem dabei aber nie langweilig wird. Genau nach meinem Geschmack. Die fünf Euro Eintritt für die Vintgar-Klamm hätte ich aber gerne bezahlt. Dass daraus nichts wurde, liegt, wie könnte es auch anders sein, erneut am Wetter. Es muss scheinbar der Regen des Vortages gewesen sein, der ein paar Reparatur-Maßnahmen nötig machte, aufgrund derer die Klamm bis zwölf Uhr geschlossen bleiben musste. Schön blöd dass ich nichtsahnend und bis in die Haarspitzen motiviert früh am Morgen losmarschiert bin (man will ja schließlich vor allen anderen da sein), um die traurige Nachricht erst am Eingang zu erhalten. Auf vier Stunden Warten hatte ich wenig Lust und außerdem würden nachher zu viele Menschen da sein. Also lief ich wieder zurück nach Bled und von da nach Lesce, um mein Zugticket zu kaufen, wieder zurück nach Bled und dann noch eine Runde um den See. So füllt man den Tag auch und war ungeheuer viel unterwegs. 

Schade dass ich nur für zwei Stopps in Slowenien Zeit hatte. Hätte mir gern noch mehr angesehen. Aber die Pflicht ruft und so werde ich nur noch einen Halt machen, bevor ich nach Hause fahre: Lasst die Mozartkugeln rollen. Es geht nach Salzburg.

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